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Private Unfallversicherung

Nicht für jeden ein Muss

Wer sich auf dem Weg von oder zur Arbeit verletzt, genießt den gesetzlichen Versicherungsschutz. Dort aber, wo sich die meisten Unfälle ereignen, nämlich im Haushalt, gibt es keine gesetzliche Versicherung. Die private Unfallversicherung überbrückt diese Lücke und versichert das Risiko der (Teil-)Invalidität durch Unfälle, egal wo sie geschehen.

Warum eine private Unfallversicherung?

Nun stellt sich die berechtigte Frage, warum man überhaupt eine private Unfallversicherung benötigt. Wer die Gefahren der Arbeitsunfähigkeit abdecken will, ist mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung besser bedient. Ein großes Problem der Unfallversicherung liegt auch darin begründet, dass sie nur dann einspringt, wenn ein Unfall die Ursache der (Teil-)Invalidität des Versicherungsnehmers ist. Bei Krankheit zahlt die Versicherung jedoch keinen Cent, ein Umstand, der den Nutzen der Unfallversicherung stark einschränkt.

Dennoch kann die private Unfallversicherung eine sinnvolle Erweiterung des eigenen Versicherungsschutzes darstellen. Vor allem für Berufsgruppen, die keine  Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, bietet sie oftmals die einzig mögliche Alternative. Darüber hinaus sind es vor allem Kinder, die von einer Versicherung profitieren können. Viele Unfälle passieren während des Spielens, die gesetzliche Absicherung beschränkt sich jedoch auf die Schule. Eine Lücke, die eine private Unfallversicherung zuverlässig schließt.

Kosten & Nutzen der Unfallversicherung

Gezahlt wird bei Invalidität, wobei Abstufungen von einem bis zu 100 Prozent existieren. Je nach Schwere der Invalidität, Grundlage der Einstufung ist die sogenannte Gliedertaxe, die den einzelnen Körperteilen unterschiedliche Prozentwerte zurechnet, variiert die ausgezahlte Summe. Anhand eines Beispiels zeigt sich die Funktionsweise des Prinzips: Zeigefinger (10 Prozent invalide) plus kleiner Zeh (1 Prozent) ergeben zusammen eine Invalidität von 11 Prozent. Die letztlich ausgezahlte Schadenssumme ist somit zum Einen vom Grad der Invalidität, zum Anderen von der Versicherungssumme abhängig. Je höher die Versicherungssumme, desto teurer wird allerdings auch die Versicherung.

Tipps zur Unfallversicherung

Als sinnvoll hat sich erwiesen, eine Unfallversicherung mit eingebauter Progression zu wählen. Ein Progressionstarif versichert einen hohen Grad an Invalidität besonders stark (zum Beispiel 500 Prozent der Versicherungssumme bei 100 Prozent Invalidität), während eine geringe Invalidität (weniger als 50 Prozent) „unterversichert“ ist.

Mögliche Zusatzleistungen einer privaten Unfallversicherung wie Todesfallschutz, Krankenhaustagegeld et cetera sind meist keine sinnvollen Ergänzungen, sondern nur Ballast. In fast allen Fällen ist es ratsam, die entsprechenden Versicherungen separat abzuschließen.



Schlagwörter: Unfallversicherung, Versicherungsschutz, Invalidität, Arbeitsunfähigkeit, Versicherung



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