Bankprodukte: Von Sternchen und Fußnoten
FINERO
Bank of Scotland - Tagesgeld


Bankprodukte

Von Sternchen und Fußnoten

Sie sind nicht nur für Weitsichtige oft ein Ärgernis – Sternchentexte. Auf den arglosen Leser wirken sie klein und unwichtig, doch verstecken sich in ihnen oftmals wichtige Informationen. Auch von den Banken werden Sterne und Fußnoten gerne verwendet, um die ein oder andere Stolperfalle zu kaschieren. Wer auf der Suche nach einem neuen Konto ist, sollte also ein besonderes Augenmerk auf den Sternchentext legen.

Der Casus Lockzins

Vor allem bei Tagesgeldkonten lohnt sich ein genauer Blick. Dabei entpuppt sich der Spitzenzins einer Bank nicht selten als Eintagsfliege. Besser gesagt als Halbjahresfliege. Denn viele Institute statten ihr Tagesgeldangebot mit einem sehr attraktiven Zinssatz aus, der allerdings nur für sechs Monate gültig ist. Danach sinkt der effektive Zins um einen halben bis einen Prozentpunkt, wodurch viele Angebote an Attraktivität verlieren.

Natürlich hindert den Kunden niemand daran, sich einmal pro Halbjahr zur Bank mit dem aktuell besten Zins zu wechseln und damit Zins-Hopping zu betreiben. Wer sich jedoch nicht zweimal im Jahr nach einem neuen Konto umsehen will, sollte darauf achten, einen Tagesgeldanbieter mit langfristig hohen Zinsen auszuwählen.

Andere Fallen

Kostenlose Girokonten wiederum entpuppen sich bei genauerem Hinsehen immer wieder nur dann als kostenlos, wenn ein bestimmte Mindestsumme Monat für Monat auf das Konto eingeht. Meist liegt der Betrag bei 1.200 Euro, wodurch das Konto für Geringverdiener nicht mehr kostenlos ist. Bei Kreditkarten wiederum muss man auf das kostenlose Geldabheben und den gebührenfreien Auslandseinsatz achten. Zwar kann man in fast allen Fällen davon ausgehen, dass die Bank nicht lügt und tatsächlich keine Gebühren anfallen, nicht selten werden die Gebühren jedoch „heimlich“ durch einen Aufschlag auf den Wechselkurs (Agio) durch die Hintertür eingeführt.