Sparkonten im Vergleich
Ist das Sparbuch noch zeitgemäß?

Das Sparbuch, früher einmal Zeichen des steigenden Wohlstands in Deutschland, bietet auf den ersten Blick tatsächlich viele Vorteile. Wie jede Kontoart sollte man jedoch auch das Sparbuch auf die Punkte des magischen Dreiecks der Geldanlage hin überprüfen: Rendite, Risiko und Liquidität. Dabei kann das Sparbuch nur beim Risiko punkten, denn weder Rendite noch Liquidität sind zeitgemäß.
Beim Thema Risiko kann es das Sparbuch noch mit anderen Sparkonten wie Tagesgeld oder Festgeld aufnehmen, ist es doch als nahezu risikofrei zu bezeichnen. Die Einlagensicherheit ist zu 100 Prozent gewährleistet und ein Verlust des Ersparten nahezu ausgeschlossen. Bei der Liquidität schneidet das Sparbuch schon weniger gut ab. Einzahlen und Abheben sind mit dem Sparbuch theoretisch jederzeit möglich, doch es gibt auch Einschränkungen. Vereinbart man mit der Bank anstatt eines variablen einen festen Zinssatz, sind Einzahlungen danach meist nicht mehr möglich. Das Maximum, welches man in einem bestimmten Zeitraum vom Sparbuch abheben kann, liegt meist zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Auch die Kündigungsfristen sind zu beachten. Zwar gibt es hier keine gesetzlich festgelegten Frist mehr, doch länger als drei Monate sollte sie nicht betragen.
Sparkonto-Vergleich
In unserer Kurzübersicht haben wir die drei beliebtesten Sparkonten gegenübergestellt:
| Sparbuch | Tagesgeld | Festgeld | ||
|---|---|---|---|---|
| Flexibilität | eher gering | hoch | gering | |
| Sicherheit | hoch | hoch | hoch | |
| Rendite | gering | hoch | hoch | |
| Aktuelle Zinssätze | zwischen 0,50% und 1,50% p.a. | bis 2,00% über dem Leitzins | bis 3,00% über dem Leitzins | |
| Unsere Wertung |
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Wertung: |
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Sparbuch-Rendite unter der Rendite vergleichbarer Anlagen
Der für manche vielleicht wichtigste Punkt ist sicher die Rendite. Gerade in Bezug auf die Zinsen offenbart das Sparbuch Schwächen gegenüber moderneren Sparprodukten wie Tagesgeld und Festgeld. Der durchschnittliche Zinssatz für Sparbuch-Einlagen liegt bei einem Prozent und erhöht sich wenn überhaupt meist nur bei mindestens fünfstelligen Beträgen. Rechnet man die Inflationsrate mit ein, bleibt von einem Prozent Zinsen am Ende des Jahres kaum noch etwas übrig oder man verliert sogar. Selbst bei der einem niedrigen Leitzins kann man mit Tages- und Festgeldanlagen eine weitaus höhere Rendite erwirtschaften. Dazu kommt, dass die Zinsgutschrift beim Sparbuch am Ende des Jahres oder bei Kontoauflösung erfolgt, während man beispielsweise bei einer Festgeldanlage von einem halben Jahr durch wiederholtes Anlegen des Geldes vom Zinseszins profitieren kann.
Fazit: Spareinlagen sind auf dem Tagesgeldkonto besser aufgehoben
Das Sparbuch ist ebenso altbekannt wie altbewährt und bietet vor allem eines – Sicherheit. Diese Sicherheit geht jedoch stark auf Kosten der Rendite. Neue Sparprodukte wie Tagesgeld und Festgeld bieten in den meisten Fällen die gleiche Sicherheit was Einlagenschutz und feste Zinsen angeht, doch mit geringfügig höherem Zeitaufwand, bis man das richtige Produkt mit den besten Konditionen gefunden hat, lässt sich weitaus mehr aus dem angelegten Geld machen.
Sparbuch kompakt:
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